Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Partnerinnen und Partner,
für die nachhaltige Translation von präventiven Maßnahmen, diagnostischen und therapeutischen Innovationen sind Erkenntnisse aus der onkologischen Versorgungsforschung zunehmend von Bedeutung.
Merkmale der onkologischen Versorgungsforschung sind unter anderem die Untersuchung, inwieweit Innovationen unter den Bedingungen der alltäglichen Versorgung umgesetzt werden, Akzeptanz finden und welchen klinischen sowie patientenberichteten Nutzen sie im Versorgungsalltag tatsächlich entfalten. Dadurch trägt sie dazu bei, Versorgungslücken zu identifizieren und die Krebsversorgung evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Erst die systematische Erfassung und wissenschaftliche Auswertung von Informationen aus dem Versorgungsalltag ermöglicht die Generierung belastbarer Evidenz, um Innovationen bedarfsgerecht, wirksam und ökonomisch vertretbar in die Regelversorgung zu überführen.
Gleichzeitig liefert die Versorgungsforschung wichtige Impulse für eine bidirektionale Translation: Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Versorgungspraxis generieren neue Forschungsfragen und fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung präventiver, diagnostischer, therapeutischer und struktureller Interventionen.
Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zur wissenschaftlichen Veranstaltung „Versorgungsforschung und Translation – Relevanz und Nutzbarmachung von Informationen aus dem Versorgungsalltag“ ein.
Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Initiative „Versorgungsforschung und Translation“, in deren Rahmen eine Reihe weiterer Veranstaltungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten geplant ist.
Gemeinsam möchten wir darüber diskutieren, welche Fragestellungen für die nachhaltige Translation von Innovationen beantwortet werden müssen, welche Datenquellen bereits heute wichtige Informationen bereitstellen und welche Strukturen benötigt werden, um kontinuierlich Erkenntnisse mithilfe geeigneter Designs und Methoden der Versorgungsforschung für Wissenschaft, Versorgende, gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse sowie Leistungsträger bereitzustellen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch.
Prof. Dr. Claus Belka
Prof. Dr. Karin Berger-Thürmel